baurmann.dürr architekten
Hirschstraße 120
76137 Karlsruhe

fon: +49 (0)721 - 914 353 - 50
fax: +49 (0)721 - 914 353 - 70
mail: kontakt@bdarchitekten.eu

ProjektbildProjektbildProjektbildProjektbildProjektbildProjektbildProjektbild
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche
Bildschaltfläche

Umnutzung Lagergebäude, Neustadt

Ort Neustadt a. d. Weinstraße
Bauherr BIG für Bauberatung mbH
Projektleitung M. Dürr
Bearbeiter D. Häfner | E. Walter
Planung 2008 - 2009
Realisierung 2009 - 2010
Fotos bild_raum | S. Baumann
Wohnfläche 590 m2 
Nutzfläche 2.200 m2 
BRI 8.700 m3 

Ein ehemaliges Lager- und Produktionsgebäude wurde umgenutzt zu einem modernen Büro- und Wohngebäude. Es steht zwischen zwei Straßen, der stark befahrenen Maximilianstraße ohne Parkmöglichkeiten und der kaum befahrenen Wallgasse.

In der Wallgasse lag einst der Anlieferhof; er war durch eine hohe Betonmauer und ein Schiebetor vom Straßenraum abgetrennt. Durch den Abriss dieser Mauer bekommt das neue Haus einen Vorplatz  und öffnet sich wieder zur Straße. Der Eingang wird durch einen Anbau hervorgehoben und gibt dem Haus in der Wallgasse eine neue Adresse, der Eingang in der Maximilianstraße bleibt erhalten.

Die Fassade entlang der Maximilianstraße liegt in einem denkmalgeschützten Straßenbereich. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt wurde eine Fassadenlösung erarbeitet. Die vorher liegenden Dachgaubenformate wurden in stehende Formate geändert. Die teilweise neu eingebauten weißen Fenster sind mittig geteilt. Der Eingang wird durch eine Risalitbildung hervorgehoben und der lange Baukörper dadurch unterbrochen. Somit konnte eine Einpassung in das umliegende klassische Ensemble erreicht werden.

Die Ansicht entlang der Wallgasse zeigt ein anderes Gesicht, ein modernes, das der neuen Nutzung entspricht. Die Putzfarbe ist weiß, die aluminiumfarbenen Fenster wurden durch grau abgesetzte Putzfaschen zu Fensterbändern zusammengezogen. Der Dachaufbau, der Eingangsbaukörper und die Garagen wurden mit einer schiefergrauen Plattenfassade verkleidet.

Die Idee dieser unterschiedlichen Fassadengestaltungen soll dem besonderen Ort mit seinen zwei sehr verschiedenen Seiten gerecht und jeder Seite ihr Gesicht geben; es gibt keine Rückseiten mehr. Es entsteht ein Haus mit zwei Vorderseiten, einer historisierenden, vertikal gegliederten und einer modernen, horizontal gegliederten Fassade im Spannungsfeld einer sich immer weiter verändernden Stadt.

Die ehemalige Lagergebäudekonstruktion mit ihren großen Stützweiten erwies sich als ideal für die neue Nutzung als Büro! Über leichte eingestellte Wände konnte die gewünschte Raumaufteilung umgesetzt werden. Der eine WC-Kern wurde um einen weiteren mit Teeküche ergänzt. Über Kabelkanäle entlang der Fassaden ist die nötige Computerverkabelung verlegt und kann jederzeit ergänzt werden.

So entstanden im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss drei Büroeinheiten, die über das gesamte Treppenhaus erschlossen sind. Das große Untergeschoss wurde zu einem Archiv umgebaut.

Im 2. Obergeschoss und dem neuen Dachaufbau befinden sich drei Wohnungen. Die Treppen liegen offen im Wohnungsgrundriss und binden das "Dachzimmer" mit dem Zugang zu der großen Dachterrasse an den Wohn-Essbereich mit der offenen Küche. Durch das Zusammenlegen von Wohnzimmer, Esszimmer und Küche zu einem Raum blieb der großzügige Raumeindruck der ehemaligen Lagerräume erhalten.

Das Dachgeschoss konnte mit Hilfe einer vorfabrizierten Holzkonstruktion innerhalb eines Tages montiert werden; dazu wurden die einzelnen Elemente mit einem Kran auf das Dach gehoben und dort zusammengefügt.